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Lieblingszitate

Es kommt vor, dass ich in einem Buch lese und plötzlich stolpere ich über einen Satz, der mich nicht mehr loslässt. Gerade ist mir dies wieder passiert im Roman "Bewohnte Frau" von Gioconda Belli, eine fesselnde Geschichte über eine junge Architektin in Nicaragua, in die der Geist einer alten Ureinwohnerin einfährt und die sich in einen Mann verliebt, der dem bewaffneten Widerstand angehört.

 

"Ich glaube, die einfache Tatsache zu leben beinhaltet schon die Verpflichtung, etwas für die Zukunft zu tun, für die, die nach uns kommen."

 

Der Satz allein - losgelöst von der Geschichte - regt mich zum Nachdenken an, gerade in diesen Zeiten mit Diskussionen um Klimawandel, Flüchtlings-Obergrenzen, Bildungschancen und Altersarmut. Fangen solche Dinge nicht auch im Kleinen an? Kann der Einzelne auch trotz eventuell begrenzter Möglichkeiten etwas tun?

Ich glaube, ja.

Nicht jeder kann alles umsetzen, aber es gibt vieles, was man tun kann. Der eine lässt das Auto stehen und benutzt sein Fahrrad. Oder Bus und Bahn. Ein anderer hilft seinem alten Nachbarn beim Schnee schaufeln oder beim Rasenmähen. Man kann sich in Vereinen engagieren oder in wohltätigen Organisationen, und wenn es nur einmal im Monat ist. Bei uns gibt es die Möglichkeit, sich für Kinder im Ort im Rahmen des Ferienprogramms oder von Schul-AGs zu engagieren, mit ihnen zu basteln, ihnen zu zeigen, wie man einen Fahrradreifen flickt oder ihnen eine Sportart vorzustellen.

 

Und man kann ein Lächeln schenken, einfach so, selbst, wenn es keinen Grund dafür gibt.

 

Es ist ein Geschenk, das jeder gerne empfängt.

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