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Rezension "The Flame Bearer"

"The Flame Bearer" von Bernard Cornwell (english)

 

Cover

Ein traumhaftes Cover, als wäre es ein Detail aus einer Verfilmung, dieser Mann in Rüstung, der eine Fackel trägt. Die goldgeprägte Lettern sind noch das Sahnehäubchen.

2 Punkte

 

Titel

Der Titel fügt sich nahtlos in die Reihe der vorangegangenen Bände ein und nimmt Bezug zum Inhalt.

2 Punkte

 

Klappentext

Der Klappentext macht neugierig und stimmt perfekt auf die Geschichte ein.

1 Punkt

 

Erste Abschnitte

Ich liebe den Schreibstil von Cornwell, und so bin ich auch hier sofort wieder in der Geschichte von Uhtred of Bebbanburg. Es geht gleich spannend los mit einem Einstieg direkt ins mittelalterliche Geschehen, und ich kann es kaum erwarten, auf wessen Seite Uhtred schlussendlich kämpfen wird und ob es ihm diesmal gelingt, Bebbanburg zurückzuerobern.

3 Punkte

 

Spannungsbogen

Wie in allen Cornwell-Büchern ist der Spannungsbogen hervorragend geführt von der ersten bis zur letzten Zeile. Kein überflüssiger Satz hemmt den Lesefluss, es bleibt spannend bis zur letzten Zeile.

5 Punkte

 

Handlungsverlauf

Uhtred träumt noch immer davon, Bebbanburg zurückzuerobern. Unterdessen sieht sich sein Schwiegersohn Sigtryggr Bedrohungen durch die Westsachsen aus dem Süden und durch die Schotten aus dem Norden ausgesetzt. Uhtreds Eid aber gilt nach wie vor Aethelflaed, die Königin von Mercia, die allerdings krank ist. Die Schotten bedrohen nicht nur Northumbria, sondern belagern auch Bebbanburg. Uhtred verhasster Cousin soll Hilfe durch Uhtreds Erzfeind Aethelhelm erfahren. Zwischen den Fronten eingeklemmt mit einem eigenen Heer, das viel zu klein ist, sieht Uhtred nur noch eine Chance: trickreiche Schläue und die Gunst der Götter. Wieder einmal ist Cornwell ein hervorragend durchgeplanter, von überraschenden Wendungen gespickter Roman gelungen, durch den sich Uhtreds Lebensthema durchzieht: Wyrd bidd ful araed! Und natürlich begleitet Uhtred auch immer sein notwendiges Quentchen Glück. Dadurch bleibt es ein bisschen vorhersehbar, aber ich bin bekennender Uhtred-Fan.

4 Punkte

 

Sprachstil

Die Sprache ist klar und flüssig, das Buch liest sich, wie man einen spannenden Film sieht: Quasi mit angehaltenem Atem.

3 Punkte

 

Fehlerhäufigkeit

Gut korrigierter Text, Fehler sind mir nicht aufgefallen.

2 Punkte

 

Charaktere

Uhtred ist facettenreich und realistisch dargestellt. Sehr gut kann man sich den mittelalterlichen Warlord vorstellen, zerrissen zwischen seinem Eid gegenüber Aethelflaed und der Liebe zu seiner Tochter, zwischen Imponiergehabe und Selbstzweifeln. Uhtred ist gereift, aber nicht alt geworden, es macht Spaß, ihn und seine Begleiter weiter zu verfolgen. Er plant, intrigiert, hadert, imponiert, ein Charakter mit Ecken und Kanten. Natürlich sind auch wieder geliebte alte Bekannte dabei wie Finan, sein Sohn Uhtred und weitere.

3 Punkte

 

Fazit

Ein toller Band der Uhtred-Reihe aus der Feder des Meisters. Das Geschehen rund um die Entstehung Englands ist lebensnah geschildert mit all seinen Verflechtungen und Kämpfen um den Thron. Die Schlachten sind wieder mal detailreich beschrieben und nichts für schwache Nerven, eben Abenteuer und Heldenepos pur!

25 von 26 Punkten

 

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