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Rezension "The Brilliant & Forever"

The Brilliant & Forever - Kevin MacNeil           

 

Cover

 Das Cover zeigt sehr plakativ eine Mondnacht, zwei Personen mit Alpake und einen Fahrradfahrer, der einen Berg hinabrast, allesamt Szenen, die mit dem Inhalt korrespondieren. Gelungenes Titelbild.

 2 Punkte

 

Titel

Mich hat es spontan neugierig gemacht, was es mit diesen zwei Wörtern - brillant und ewig - auf sich hat.

 2 Punkte

 

Klappentext

 Der Klappentext beschreibt kurz und prägnant, worum es geht, und hat mich direkt zum Kauf veranlasst. Sehr gut gewählt.

 1 Punkt

 

Erste Abschnitte

 Schon die ersten Sätze berühren derart - Mensch und Alpaka werden hier gleichwertig gegeneinander gestellt, und auf der kleinen Insel, auf der dieses Buch spielt, möchte jeder ein großer Schriftsteller sein. So auch Macy, Archie das Alpaka und "ich", der Ich-Erzähler, dessen Name nicht preisgegeben wird. Die Geschichte beginnt in einer Mischung aus liebevollem Humor, sanfter Weisheit und der Liebe zu Worten.

 3 Punkte

 

Spannungsbogen

Weit über die erste Hälfte des Buchs wird der Spannungsbogen kontinuierlich aufgebaut und gehalten. Als Leser ist man so gespannt, wie alles weiter geht, doch dann, als wir endlich beim Literatur-Festival angekommen sind, die (für mich) große Enttäuschung: Ein Kurzgeschichte reiht sich an die nächste. Ich lese gerne mal eine Kurzgeschichte, aber hier sind so viele aneinandergereiht, die im Übrigen auch schon zuvor anderweitig veröffentlicht worden sind, dass mich der Eindruck beschleicht, der Autor habe irgendwie das Buch vollkriegen wollen. Das Ende dann war für mich einfach ein Schock und nicht nachvollziehbar.

2 Punkte

 

Handlungsverlauf

Drei Freunde - ein Mann, eine Frau, ein Alpaka - möchten ihrem Leben als Tellerwäscher und Hilfsarbeiter entkommen und haben sich für den großen Literatur-Wettbewerb "The Brilliant & Forever" angemeldet. Liebevoll werden uns die Charaktere vorgestellt, und ohne künstliches Tamtam, aber mit viel Gefühl werden wir bis zum Wettbewerb geführt. Dann folgen sämtliche Beiträge des Wezttbewerbs - einige nette Kurzgeschichten, manche aber auch eher weniger nett - und hier reißt endgültig die Spannung ab. Über das Ende verrate ich nichts, ich für meinen Teil war sehr enttäuscht und wütend.

1 Punkt

 

Sprachstil

In der ersten Hälfte liest sich das Buch sehr gut, der Autor spielt mit Sprache, man spürt die Freude am Schreiben. In der zweiten Hälfte hat mich das Gefühl beschlichen, dem Autoren sind die Worte ausgegangen

2 Punkte

 

Fehlerhäufigkeit

Sehr gut korrigiert, mir sind keine Fehler aufgefallen.

2 Punkte

 

Charaktere

Die Charaktere sind hervorragend entwickelt und wirken lebendig und liebenswürdig.

2 Punkte

 

Fazit

Ich kann es nur mit den Worten einer anderen Rezensentin sagen: Wer Alpakas liebt, sollte dieses Buch lesen. Wer Alpakas wirklich liebt, sollte es lieber nicht lesen. Es ist insgesamt durchaus lesenswert, aber ich war von dem Schluss einfach nur mehr als befremdet, was das Buch für mich ein wenig verdorben hat.

17 von 26 Punkten

 

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