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Mangelnde Schreibmotivation?

Mangelnde Schreibmotivation?

Wer soll denn meine Geschichten überhaupt lesen?

 

Wer unter den Autoren - ganz ehrlich - hat sich schon mal bei dem Gedanken ertappt, ob es überhaupt noch "Sinn macht", Bücher zu schreiben?

 

Ich beschäftige mich immer wieder mal mit diesem Thema, allerdings hatte das selten Einfluss auf meine Schreibmotivation, weil die Geschichten ungefragt kommen und ich einfach nicht anders kann und sie notieren muss. Es macht mir einfach zu viel Spaß zu schreiben!

 

Wir Menschen brauchen Geschichten. Es spielt keine Rolle, ob wir diese Geschichten lesen, im Fernsehen sehen, ob sie uns jemand erzählt. Unser Leben wird von Geschichten beeinflusst, im Positiven aber auch im Negativen. Schon immer, denn das ist etwas, was uns tatsächlich (zumindest so weit bekannt) von den Tieren unterscheidet.
Das fing früh an mit den Geschichten am Lagerfeuer, mit ersten schriftlichen Zeugnissen, mit spirituellen Texten, die mehrere Tausend Jahre alt sind.
Auch heute noch wird unser Alltag von Geschichten bestimmt.

Ein Beispiel: Werbung. Werbung erzählt uns Geschichten, wie wir mit diesem speziellen Produkt uns schöner, jünger oder erfolgreicher fühlen. Wie es unser Leben einfacher macht. Was die Werbung nicht erzählt, ist, wie die Herstellung des Produkts eventuell umweltschädlich ist, wie Menschen dafür ausgebeutet werden oder wie unter Umständen sogar politische Geschicke dafür beeinflusst werden.
Geschichten kommen auch aus den Nachrichten, aus der Politik, von der Kirche. Von Freunden und Fremden. Sie bestimmen, was wir denken und wie wir handeln. Wir können uns dem Einfluss der Geschichten nicht entziehen.

 

Die Geschichten aus Büchern können uns Zuflucht bieten. Sie können uns unterhalten, mitunter auch fortbilden, klüger machen oder kritischer.
Ich persönlich glaube, dass es für einen Menschen die wichtigste Fähigkeit ist, auch längere Texte lesen (und verstehen) zu können.
Bücher - auch Unterhaltungsromane - helfen dabei. Wer es schafft, einen Roman von 200, 300 oder 400 Seiten zu lesen, und nicht selten vergisst man dabei, dass man überhaupt liest, man erlebt all das Geschriebene, der tut sich auch leichter, kritische Texte und ähnliches zu lesen.

Die Frage ist also - meines Erachtens nach - nicht, wer meine Geschichten lesen soll. Oder ob überhaupt noch gelesen wird. Sondern Ich halte es für extrem wichtig, dass geschrieben wird, dass die Menschen weiter aktuelle Texte - auch zur Unterhaltung und zum Zeitvertreib - zu lesen bekommen.

Also, liebe Autoren und Autorinnen - ran an die Tastatur!

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