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Rezension "Ich, Toft und der Geisterhund von Sandkas"

Ich, Toft und der Geisterhund von Sandkas - Wieland Freund  

 

Cover

Das Cover zeigt die zwei Hauptfiguren Disse und Toft, es ist wunderbar gezeichnet und passt hervorragend.

2 Punkte

 

Titel

Schon der Titel verrät, wen Disse (Ich-Erzähler) als erstes im Sinn hat: Sich selbst. Perfekt gewählt!

2 Punkte

 

KlappentextEin stimmiger Klappentext, der auf den Inhalt des Buchs gut vorbereitet.

1 Punkt

 

Erste Abschnitte

Ziemlich schnell erhält man Einsicht in die Welt der Katze Disse. Ihr Komfort und damit auch ihr Leben ist in Gefahr, weil sich kein Tourist mehr auf die Storeborg auf Sandkas traut. Parkplatzwächter Johan, Disses Dosenöffner, verdient so kein Geld und wird so über kurz oder lang auch kein Katzenfutter mehr kaufen können.

3 Punkte

 

Spannungsbogen

Allein die Gedankengänge der Katze Disse machen solche Freude, das Buch zu lesen, dass ich es selbst dann kaum aus der Hand legen könnte, wenn der Spannungsbogen nicht so gut gehalten würde. Doch auch das ist gut gelungen. Nur an manchen Stellen verharrt man ein wenig zu lang in Disses Gedanken - für mich als Erwachsene okay, für Kinder eher grenzwertig.

4 Punkte

 

Handlungsverlauf

Disse (Katze) und Toft (Hund) wollen herausfinden, wer dieser angebliche Geisterhund ist, der die Touristen vergrault, wodurch das Einkommen des alten Johan in Gefahr ist. Obwohl Disse sicher die schlaueste Katze nördlich der Alpen ist, kommen sie und Toft in ihren Nachforschungen alleine nicht weiter. Sie beschließen, den ehemaligen Polizeihund Esben Anker aufzusuchen, der den Fall übernehmen soll. Ob der große Hund bereit ist, ihnen zu helfen?

4 Punkte

 

Sprachstil

Der Autor hat sich perfekt in die Welt einer leicht arroganten Katze hineingedacht und teilt sie mit dem Leser. Der Sprachstil ist gehoben, allerdings bin ich unsicher, ob 8-jährige die Feinheiten wirklich verstehen können. Meiner Tochter musste ich manche Zusammenhänge erst erklären, insbesondere die Gedankengänge von Disse, allerdings ist meine Tochter auch erst 7. Mit der Zeit neigt er sehr stark zu Wiederholungen ("Himmelherrgott"), was ein bisschen des Guten zu viel wird.

2 Punkte

 

Fehlerhäufigkeit

Das Buch ist sehr gut lektoriert, mir sind keine Fehler aufgefallen.

2 Punkte

 

Charaktere

Beim Lesen komme ich kaum aus dem Lachen heraus. Ich kenne kein Buch, das Hund und Katze so treffend, so menschlich charakterisiert. Die leicht blasierte Katze Disse und der sympathische Eiferer Toft, ein kleiner Terrier werden perfekt dargestellt, so wie ich mir das Denken von Hund und Katze vorstellen würde, könnten sie sprechen und denken wie Menschen.

3 Punkte

 

Fazit

Es ist ein witziges Buch, hat das Zeug zum Klassiker, aber eher für Erwachsene, die Kinderbücher mögen als für Kinder selbst, schätze ich. Mein Kind mochte das Buch, war aber von Disses Verhalten oft empört (ihr Herz schlug einfach für den süßen Toft). Sprachlich sehr anspruchsvoll durch zahlreiche Schachtelsätze, die beim Vorlesen manchmal schwierig werden, weil ja immer wieder Zwischenfragen vom Kind kommen. Zudem gibt es einige Wortwitze und Andeutungen, die ein Kind sicher nicht verstehen kann. Trotzdem bin ich begeistert und kann das Buch echt empfehlen - vorrangig für ältere "Kinder" wie mich selbst.

23 von 26 Punkten

 

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