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Rezension "Der unsterbliche Tag - fünf Uhr"

 

 Der unsterbliche Tag - Fünf Uhr (Band 1) - Jay Moon

 

Cover

Am Cover stimmt einfach alles - die Farben, die Stadtszene im Hintergrund mit dem Läufer, der für das Tempo im Buch steht, der Titel in großen Lettern.

 2 Punkte

 

Titel

Der unsterbliche Tag steht für das Phänomen, um das es im Buch geht, perfekt gewählt.

 2 Punkte

 

Klappentext

Eine einfach Frage: Was würdest du tun, wenn du einen Tag lang unsterblich wärst? - genügt, um auf den Inhalt neugierig zu machen.

 1 Punkt

 

Erste Abschnitte

Es beginnt mit der vermeintlichen Entführung von Adolf "Whitt" Whittman, und in einem wahnwitzigen Tempo zieht sich die Geschichte in einem durch.

3 Punkte

 

Spannungsbogen

Ich hatte das Gefühl, nicht schnell genug lesen zu können für das atemberaubende Tempo, in dem diese urkomische, verstörende krasse Geschichte erzählt wird. Lesen ohne Luftholen zu können, ein fantastischer Spannungsbogen mit einem extremen Ende, der das (nur kurze) Warten auf Band 2 fast unerträglich macht. Hervorragend.

5 Punkte

 

Handlungsverlauf

Der beinamputierte Whitt wird aus seinem Bett gerissen und in einen Hubschrauber verfrachtet. Koch und Moderator Cody The Cook verstümmelt sich vor laufender Kamera. 10 Menschen versuchen,  sich möglichst spektakulären Todesarten auszusetzen. Wie ist es möglich, dass niemand stirbt? Und - stirbt wirklich niemand? Ein wahnwitziges Spiel, live im Fernsehen übertragen, das Preisgeld: 1.000.000. Dollar. Wie weit gehen Menschen für Geld?

5 Punkte

 

Sprachstil

Die Sprache ist schnell, gespickt mit Lachern und immer wieder Schockmomenten. Das Besondere ist der schnelle Wechsel der Kapitel, die jeweils auch mit einem Perspektivwechsel einhergehen.

3 Punkte

 

Fehlerhäufigkeit

Keine Fehler gefunden

2 Punkte

 

Charaktere

Die Figuren sind einzigartig. Jedem der Charaktere sind jeweils Kapitel zugeordnet, und sie sind so genial gezeichnet, dass sie schon anhand eines einzigen gesprochenen Satzes unterscheidbar sind. Krasse Figuren, aus dem vollen Leben geschöpft, vom Millionärssprössling über das Like-süchtige Social-Media-Girl, von der Unternehmerin über den Rollstuhlfahrer bis hin zum Obdachlosen, aus jeder Gesellschaftsschicht ist jemand vertreten.

3 Punkte

 

Fazit

Wenn man nach dieser atemberaubenden Höllenfahrt, endlosen Lachern und schockiertem Luftschnappen wieder etwas zu Atem gekommen ist, fällt auf, dass es nicht nur Dark Comedy vom feinsten ist, sondern ein ironischer Blick auf unsere von Social-Media und wahnwitzigen Fernseh-Contests geprägte Gesellschaft. Der entscheidende Punkt daran ist - so genial wie auch verstörend: Gäbe es diesen Unsterblichkeitstag, dann wäre das alles wahr, es könnte und würde sich genau so abspielen. Ein großartiges Werk, auf das ich fiebrig der Forsetzung entgegenzittere.

Bonus-Feature: Die geniale Innengestaltung in Schwarzweiß mit großartigen Fotos (Ausblick auf die Verfilmung?) mit Playlist - ein Song zu jedem Kapitel. Unbedingt anhören!

Hinweis: Erscheint auch bald als Hörbuch!

26 von 26 Punkten

 

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