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Rezension "Der Todessammler"

Der Todessammler von Nadja Roth

erschienen im SadWolf Verlag

Das Exemplar wurde mir von der Autorin als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

 

Cover

Das Cover zeigt wichtige Elemente aus der Geschichte, ich persönlich mag den Stil jedoch nicht so sehr, wäre bei mir kein Cover-Kauf geworden

1 Punkt

 

Titel

Der Titel ist hervorragend gewählt und verursacht schon den ersten Schauder.

2 Punkte

 

Klappentext

Der Klappentext macht neugierig, nach Lesen der Geschichte setzt er für mich jedoch viel zu spät an. Die Geschichte geht viel früher los, gefühlt ewig warte ich auf Dinge, die im Klappentext erwähnt werden.

0 Punkte

 

Erste Abschnitte

Die Geschichte beginnt mit einer sehr spannenden Szene, die in der Vergangenheit zu liegen scheint. Unheimliches geht vor sich. Als nächstes springen wir zur Hauptkommissarin Elli Werner, die nach einem traumatischen Erlebnis in eine neue Wohnung zieht. Die Spannung wird sehr gut aufgebaut, der Einstieg in die Geschichte gelungen.

3 Punkte

 

Spannungsbogen

Der Spannungsbogen wird stetig aufrecht gehalten. Der Leser springt zwischen der allmählichen Genesung und Rückkehr ins Berufsleben von Elli und unheimlichen Szenen aus dem bunkerhaften Keller eines Wahnsinnigen, der junge Frauen entführt. Die Spannung zieht sich bis zum Schluss durch.

5 Punkte

 

Handlungsverlauf

Anfangs erscheint mir die Handlungsfolge etwas konfus, was vielleicht auch durch den nicht ganz optimal gewählten Klappentext bedingt ist, doch die Autorin versteht es, gekonnt die Stränge miteinander zu verknüpfen. Elli Werner ist durch einen schweren Fehler in einem zurückliegenden Fall nur knapp dem Tode entkommen, ihr Kollege liegt bewusstlos im Krankenhaus. Sie leidet sehr unter den Folgen und bemüht sich, schnellstmöglich wieder in den Beruf einzusteigen weil sie sich davon die nötige Ablenkung verspricht. Kurz bevor sie tatsächlich wieder ins Kommissariat zurückkehrt, wird ihre freundliche Vermieterin grausam ermordet. Schneller als gedacht ist Elli wieder voll in ihrem Metier, Leichen tauchen auf, junge Mädchen verschwinden spurlos, und Ellis erste Fährten enden im Nichts.

4 Punkte

 

Sprachstil

Die Autorin erzählt souverän und in einer schönen bildhaften, aber schnörkellosen Sprache, sehr passend zum Genre und gut lesbar.

3 Punkte

 

Fehlerhäufigkeit

Das Buch ist gut korrigiert, mir sind keine Fehler in Erinnerung.

2 Punkte

 

Charaktere

Anfangs war mir Elli zu klischeehaft. Schon wieder ein Ermittler voller eigener Probleme, kauzig und eher stümperhaft agierend? Es war nicht richtig schlimm, eher war ich gespannt, ob die Kommissarin sich entwickelt. Und das tut sie. Die Autorin hat Figuren aus Fleisch und Blut geschaffen, jeder hat seinen eigenen Charakter abbekommen, gerade Elli ist facettenreich dargestellt - eine Frau in ihren besten Jahren, mit Ecken und Kanten, selbstbewusst, aber auch zu Selbstkritik fähig. Gut gemacht.

3 Punkte

 

Fazit

Ein thrillerhafter Krimi, der es dem Leser schwer macht, ihn zwischendurch abzulegen. Definitiv nicht als Einschlaf-Geschichte geeignet und nichts für schwache Nerven. Es sind nicht die blutigen Szenen, die den Roman so nervenzerreißend spannend machen, sondern der perfide Sadismus eines geisteskranken Serienmörders.

23 von 26 Punkten

 

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